FRAGENREGISTER · KS24-FAQ/2026
FAQ: Recht, Datenqualität & Lieferung
Hier beantwortet KundenScout24 die 16 häufigsten Fragen zum B2B-Adresskauf — ehrlicher als branchenüblich: was Sie mit gekauften Daten pro Land und Kanal wirklich dürfen, woher die 157.025 Kontakte stammen, was bei einem Widerspruch passiert und wie Bestellung, Lieferung und Ersatzgarantie ablaufen.
KATEGORIE · RECHT & DATENSCHUTZ
Recht & Datenschutz
Die Fragen, bei denen andere Anbieter ausweichen — hier mit klaren Antworten nach UWG, TKG und DSGVO.
Ist der Kauf von B2B-Firmenadressen überhaupt DSGVO-konform?
Ja — unter Voraussetzungen, die wir erfüllen. Reine Firmendaten (Firmenname, Anschrift, zentrale info@-Adresse) sind keine personenbezogenen Daten und fallen nicht unter die DSGVO. Enthält ein Datensatz Ansprechpartner, gilt die DSGVO: Wir stützen die Erhebung und Weitergabe auf unser berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Die DSGVO nennt Direktwerbung ausdrücklich als mögliches berechtigtes Interesse (Erwägungsgrund 47), und die Rechtsprechung hat bestätigt, dass die Erhebung öffentlich zugänglicher Geschäftsdaten zu Werbezwecken darauf gestützt werden kann. Unsere Interessenabwägung ist dokumentiert. Wichtig und ehrlich: Die rechtmäßige Herkunft der Daten ersetzt nicht Ihre eigenen Pflichten bei der Nutzung — welche das sind, erklären wir in den folgenden Fragen.
Darf ich die gekauften Kontakte per E-Mail anschreiben?
Hier sind wir ehrlicher als die meisten Anbieter: Nicht ohne Weiteres. In Deutschland verlangt § 7 Abs. 2 UWG für Werbe-E-Mails die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers — auch im B2B-Bereich. Unsere Listen enthalten keine solchen Einwilligungen, und Einwilligungen sind auch nicht käuflich übertragbar. Jede unaufgeforderte Werbe-E-Mail ist abmahnfähig. In Österreich gilt dasselbe nach § 174 TKG 2021, mit Verwaltungsstrafen bis 50.000 Euro. In der Schweiz verbietet das UWG automatisierte Massenwerbung ohne Einwilligung; individuell recherchierte, manuell versandte Einzelanschreiben an passende Geschäftskontakte werden milder beurteilt, bleiben aber sorgfältig zu dokumentieren. Rechtssicher nutzen Sie unsere E-Mail-Daten für Recherche, Datenabgleich und dafür, Einwilligungen über zulässige Kanäle (Brief, Telefon) einzuholen.
Darf ich die Kontakte telefonisch kaltakquirieren?
Das kommt auf das Land an. Deutschland: Werbeanrufe bei Unternehmen sind zulässig, wenn eine sogenannte mutmaßliche Einwilligung vorliegt — das heißt, aus konkreten Umständen muss sich ergeben, dass der Angerufene gerade an Ihrem Angebot ein sachliches Interesse haben kann. Allgemeine Branchennähe genügt der Rechtsprechung nicht; wählen Sie Ihre Zielgruppe daher eng und dokumentieren Sie Ihre Überlegung. Unsere Branchen- und Regionsfilter helfen Ihnen genau dabei. Schweiz: B2B-Werbeanrufe sind grundsätzlich zulässig, sofern die Nummer keinen Sterneintrag im Telefonverzeichnis trägt und Widersprüche respektiert werden. Österreich: Hier gilt die strengste Regel im DACH-Raum — Werbeanrufe sind auch im B2B nur mit vorheriger Einwilligung erlaubt (§ 174 TKG 2021). Österreichische Kontakte eignen sich daher vor allem für postalische Ansprache.
Welche Pflichten habe ich als Käufer nach Art. 14 DSGVO?
Mit dem Kauf werden Sie eigener datenschutzrechtlicher Verantwortlicher für die Daten. Da Sie die Daten nicht bei den Personen selbst erhoben haben, müssen Sie die betroffenen Ansprechpartner nach Art. 14 DSGVO informieren: wer Sie sind, woher Sie die Daten haben, zu welchem Zweck Sie sie verwenden und dass ein jederzeitiges Widerspruchsrecht gegen Direktwerbung besteht. Die Information muss spätestens bei der ersten Ansprache erfolgen, in jedem Fall innerhalb eines Monats nach Erhalt der Daten. Damit das für Sie kein Aufwand ist, legen wir jeder Lieferung einen fertigen Art.-14-Hinweistext bei, den Sie direkt in Ihr erstes Anschreiben oder Ihre Gesprächseinleitung übernehmen können — inklusive korrekter Quellenangabe.
Brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit KundenScout24?
Beim Kauf fertiger Lead-Pakete: nein — und zwar aus einem guten Grund. Ein AVV ist nur vorgesehen, wenn ein Dienstleister Daten weisungsgebunden für Sie verarbeitet. Beim Adresskauf ist das nicht der Fall: Wir stellen die Daten als eigenständiger Verantwortlicher zusammen und übermitteln sie an Sie; ab Übergabe verarbeiten Sie sie zu Ihren eigenen Zwecken als eigener Verantwortlicher. Es handelt sich also um eine Übermittlung von Verantwortlichem zu Verantwortlichem. Anders liegt der Fall, wenn wir Ihre Bestandsdaten anreichern oder bereinigen — dann verarbeiten wir in Ihrem Auftrag, und dafür stellen wir Ihnen selbstverständlich einen AVV nach Art. 28 DSGVO bereit. Anbieter, die Ihnen für den reinen Adresskauf einen AVV anbieten, haben die Rollenverteilung nicht verstanden.
Übernimmt KundenScout24 die rechtliche Verantwortung für meine Kampagnen?
Nein — und seien Sie skeptisch gegenüber jedem Anbieter, der Ihnen das verspricht. Wir stehen für das ein, was in unserer Sphäre liegt: die rechtmäßige, dokumentierte Erhebung der Daten aus öffentlichen Quellen, die Erfüllung unserer eigenen Datenschutzpflichten und einen lückenlosen Herkunftsnachweis pro Datensatz. Wie Sie die Daten einsetzen — über welchen Kanal, in welchem Land, mit welchem Inhalt — liegt in Ihrer Verantwortung als werbendes Unternehmen; die Zulässigkeit richtet sich nach UWG, TKG und DSGVO in Ihrer konkreten Situation. Wir unterstützen Sie mit unserem Rechtskonform-Leitfaden, der Länder-Kanal-Übersicht und fertigen Art.-14-Hinweistexten. Eine Rechtsberatung im Einzelfall können und dürfen wir nicht leisten — bei Unsicherheit empfehlen wir die Prüfung durch eine spezialisierte Kanzlei.
KATEGORIE · DATENQUALITÄT
Datenqualität
Herkunft, Aktualität, Personenbezug und Widerspruchs-Handling — was in unserer Datenbank steckt.
Woher stammen die Daten von KundenScout24?
Aus zwei klar getrennten, je Datensatz dokumentierten Quellen-Klassen — und wir sagen Ihnen bei jedem Kontakt, welche es ist. Der Bestand (Starter, Professional, Business) ist über mehrere Jahre B2B-Recherche aufgebaut: professionelle Recherche-Tools, Firmenwebsites (Impressum, Team- und Kontaktseiten) und öffentliche Verzeichnisse — inklusive manueller Recherche öffentlich einsehbarer LinkedIn-Profile; konsolidiert und dedupliziert per Juni 2026, mit ausgewiesenem E-Mail-Status je Kontakt. Frisch generierte Listen (Custom-Liste, Lead-Flow-Abo) erheben wir zum Bestellzeitpunkt aus amtlichen Registern (Handelsregister, Zefix, Firmenbuch, SIRENE, brreg, PRH) und verifizieren sie gegen das Impressum. Was wir bewusst nicht tun: kein automatisiertes Scraping login-geschützter Netzwerke, keine zugekauften Listen unbekannter Herkunft. Sie wissen bei uns immer, woher ein Kontakt kommt — das können Sie im Ernstfall auch einer Aufsichtsbehörde gegenüber belegen.
Was passiert, wenn eine Person der Nutzung ihrer Daten widerspricht?
Der Widerspruch gegen Direktwerbung nach Art. 21 DSGVO gilt absolut — es findet keine Abwägung statt. Bei uns läuft das so: Betroffene können über ein öffentliches Formular auf unserer Website jederzeit Auskunft, Widerspruch oder Löschung verlangen, ohne Konto und ohne Hürden. Widersprochene Kontakte setzen wir auf eine dauerhafte Sperrliste. Das ist bewusst mehr als eine Löschung: Die Sperrliste stellt sicher, dass der Kontakt auch bei künftigen Daten-Abgleichen und Bereinigungsläufen nicht wieder in unsere Datenbank und in keine künftige Lieferung gelangt. Erhalten Sie als Kunde einen Widerspruch direkt, müssen Sie die werbliche Nutzung Ihrerseits sofort einstellen — und wir bitten Sie, uns den Widerspruch zu melden, damit wir den Kontakt zentral sperren.
Wie aktuell und wie verlässlich sind die Daten?
Ehrliche Antwort: Keine Firmendatenbank der Welt ist zu 100 Prozent aktuell — Firmen ziehen um, Ansprechpartner wechseln, Postfächer werden geschlossen. Deshalb setzen wir auf Transparenz statt Pauschalversprechen: Jeder Datensatz trägt ein Erhebungs- beziehungsweise Prüfdatum, der Bestand wird laufend bereinigt und dedupliziert (Stand der Konsolidierung: Juni 2026), frisch generierte Listen entstehen ohnehin zum Bestellzeitpunkt, und bei E-Mail-Adressen weisen wir den technischen Verifizierungsstatus (Zustellbarkeitsprüfung) als eigenes Feld aus. Sie sehen also vor der Nutzung, wie belastbar ein Kontakt ist — und können Ihre Ansprache entsprechend priorisieren. Details zu Reklamation und Ersatz veralteter Datensätze finden Sie in unseren Leistungsbedingungen.
Sind in den Listen personenbezogene Daten enthalten?
Ja, zum Teil — und wir benennen das klar, statt es zu verschleiern. Unsere Datensätze bestehen aus zwei Ebenen: reinen Firmendaten (Firmenname, Rechtsform, Anschrift, Branche, zentrale Rufnummer, info@-Adresse), die nicht unter die DSGVO fallen, und — wo verfügbar — Ansprechpartnerdaten (Name, Funktion, geschäftliche Direktkontakte). Letztere sind personenbezogene Daten, auch wenn sie rein beruflicher Natur sind. Für diese gilt die DSGVO vollständig: Wir erheben sie nur aus öffentlich zugänglichen Quellen auf Grundlage unseres berechtigten Interesses, und Sie übernehmen mit dem Kauf die Pflichten eines Verantwortlichen, insbesondere die Informationspflicht nach Art. 14 DSGVO und die Beachtung von Widersprüchen. Anbieter, die behaupten, B2B-Daten seien „DSGVO-frei“, vereinfachen unzulässig.
KATEGORIE · BESTELLUNG & LIEFERUNG
Bestellung & Lieferung
Lieferzeit, Formate, Rechnung, Gratis-Muster, Dedupe und Ersatz — der praktische Teil.
Wie schnell erhalte ich meine Leads?
Self-Serve-Pakete (Starter, Professional, Business) liefern wir nach Zahlungseingang sofort als Download — Sie konfigurieren Branche und Region, wir stellen die Datei aus dem geprüften Bestand zusammen. Custom-Listen werden zum Bestellzeitpunkt frisch aus den amtlichen Registern generiert und innerhalb von 48 Stunden ab bestätigtem Auftrags-Brief geliefert, inklusive QA-Report. Das Gratis-Muster mit 100 Leads kommt werktags innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.
In welchen Formaten werden die Listen geliefert?
Standardmäßig als CSV (UTF-8) und Excel (.xlsx) — sofort in jedem CRM, Excel oder Google Sheets nutzbar. Ab dem Professional-Paket legen wir zusätzlich ein CRM-ready-Format mit vorbereiteten Spalten für HubSpot und Pipedrive bei. Jede Lieferung enthält außerdem den Compliance-Anhang: Quelle und Erhebungsdatum pro Datensatz, E-Mail-Verifizierungsstatus und den fertigen Art.-14-Hinweistext für Ihre Erstansprache.
Kann ich auf Rechnung kaufen?
Ja. Kauf auf Rechnung gehört bei uns zum Standard — in Deutschland mit 14 Tagen Zahlungsziel, in der Schweiz als QR-Rechnung. Bei Custom-Aufträgen ab 3.000 € arbeiten wir mit 50 % Anzahlung, darunter mit Vorkasse oder Rechnung nach Absprache. Sie erhalten selbstverständlich eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Steuer für Ihre Buchhaltung.
Gibt es ein kostenloses Muster?
Ja — und zwar ein echtes: 100 kostenlose B2B-Leads aus Ihrer Wunschbranche, mit allen Spalten inklusive E-Mail-Status (verified/catch-all) und Quellenangabe pro Datensatz. Kein Abo, keine Kreditkarte, kein Demo-Termin. Das Muster ist der Produktbeweis: Sie sehen die Datenqualität, bevor Sie einen Euro ausgeben. Pro E-Mail-Domain geben wir ein Muster innerhalb von 30 Tagen ab — zum Anfordern genügt die Auswahl von Branche und Land auf unserer Muster-Seite.
Werden Dubletten gegen meinen Bestand abgeglichen?
Ja. Ab dem Professional-Paket gleichen wir Ihre Lieferung gratis gegen eine hochgeladene Bestandsliste ab (Suppression-Abgleich), damit Sie keine Kontakte doppelt bezahlen oder doppelt anschreiben. Im Business-Paket und im Lead-Flow-Abo läuft der Dedupe automatisch gegen alle Ihre früheren KundenScout24-Lieferungen — Sie erhalten garantiert nie denselben Lead zweimal.
Was passiert, wenn Daten veralten?
Dafür gibt es unsere §-Garantien: Ungültige Datensätze (erloschene Firma, falsche Nummer) ersetzen wir innerhalb von 30 Tagen 1:1, auf „verified“-E-Mails gilt die Bounce-Garantie von unter 5 % Hard-Bounce oder Ersatz. Zusätzlich bieten wir den Frische-Refresh: Ihre gekaufte Liste wird nach 6 Monaten neu verifiziert und erloschene Firmen werden ersetzt — für 99 € pro Refresh, im Business-Paket ist ein Refresh bereits inklusive.
Ihre Frage war nicht dabei?
Schreiben Sie uns über die Kontaktseite — wir antworten werktags innerhalb von 24 Stunden. Vertiefende Antworten finden Sie außerdem auf Datenherkunft & Rechtsgrundlagen, im DSGVO-Guide zum Adresskauf und auf der Preisseite.